Was Sie über uns wissen möchten

allgemein

Warum heißen Sie ‚Schule in der Charité‘?

Die Geschichte unserer Schule beginnt 1949 mit der Einstellung der ersten Lehrerin auf dem Campus der Charité. Unser Name blieb, doch mittlerweile unterrichten wir an vier Standorten in Berlin: der Charité (Wedding) und in Vivantes Krankenhäusern (Friedrichshain, Neukölln und Treptow-Köpenick).

Welche gesetzliche Grundlage gibt es für Ihre Schulform?

Unsere Arbeit basiert auf dem Berliner Schulgesetz, den entsprechenden Schulstufenverordnungen und im Speziellen dem §15 der Verordnung über die sonderpädagogische Förderung (SopädVO) des Landes Berlin.

Sind Sie eine Schule der Klinik?

Nein, als öffentliche Schule unterstehen wir der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Berlin (Außenstelle Mitte).

für Schüler:innen

Kann ich im Unterricht an Themen/Aufgaben aus meiner Stammschule arbeiten?

Grundsätzlich ja, das hängt auch von deinem aktuellen Leistungsvermögen ab. Du kannst dies mit den Lehrer:innen im Unterricht besprechen. Neben möglichen Aufgaben deiner Stammschule gibt es immer auch gemeinsame Unterrichtsthemen in deiner Lerngruppe der Klinikschule.

Bekomme ich bei Ihnen Noten?

Ja, deine Leistungen können auch benotet werden.

In welchen Fächern findet Unterricht statt?

Der Unterricht findet hauptsächlich in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch statt. Je nach Stundenzahl, die du in die Schule kommen kannst, kommen eventuell noch weitere Fächer dazu.

Wie viele Stunden Unterricht habe ich am Tag beziehungsweise in der Woche?

Du hast weniger Unterricht als an deiner Stammschule, um andere Termine wahrnehmen zu können.

für Lehrer:innen 

Werden die Zeiten die mein:e Schüler:in in der Schule in der Charité unterrichtet wurde, als Fehlzeiten auf dem Zeugnis vermerkt?

Nein, es ist ein Schulbesuch an einem anderen Ort.

Warum hat mein:e Schüler:in nicht alle Aufgaben bearbeitet, die ich Ihnen zugesandt habe?

Dies war entweder aus zeitlichen und gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder die Aufgaben entsprachen nicht dem derzeitigen Leistungsvermögen der Kinder und Jugendlichen. Alle kranken Schüler:innen haben bei der Rückkehr einen Anspruch auf Unterstützung beim Nachholen versäumter Inhalte, bevor die Leistungen bewertet werden können. Bitte konzentrieren Sie sich dabei auf wesentliche Inhalte und koordinieren Sie die verschiedenen Fächer, um eine Überforderung zu vermeiden.

Kann mein:e Schüler:in bei Ihnen Lernstandskontrollen/ Klausuren schreiben?

Es ist möglich; sprechen Sie dazu bitte mit der verantwortlichen Klassenlehrkraft. Sie kann einschätzen, ob es die Situation zulässt und durch eine unzureichende Möglichkeit zur Vorbereitung keine Benachteiligung entsteht. Beachten Sie bitte auch, dass nicht jede Klassenarbeit mitgeschrieben werden muss. Dies ist im Berliner Schulgesetz nicht vorgesehen. Den Schüler:innen darf kein Nachteil entstehen.

Welche Aufgabe hat die Beratungslehrkraft des SIBUZ?

Die Beratungslehrkräfte der Region unterstützen Sie in allen Fragen der schulischen Reintegration (https://www.berlin.de/sen/bildung/unterstuetzung/beratungszentren-sibuz/ Stand: 26.11.2020)

Nehmen Sie an Schulhilfekonferenzen teil?

Sie erhalten alle notwendigen Informationen von uns in einem abschließenden Schulbericht bzw. telefonisch, ggf. nehmen wir auch an Schulhilfekonferenzen teil. Die Beratungslehrkraft Ihrer Region ist zudem Ihre Ansprechpartner:in für die Reintegration und nimmt, wenn erforderlich, auch an Schulhilfekonferenzen teil.

Warum erfahre ich die Diagnose nicht?

Diagnosen sind hochsensible Daten und unterliegen dem Datenschutz. 

Wie erhalte ich eine Rückmeldung über mein:e Schüler:in?

Die Klassenlehrkraft der Klinikschule und die verantwortlichen Lehrkräfte der Stammschule stehen im engen telefonischen Austausch. Nach einer mindestens 14-tägigen Beschulungszeit erhält Ihre Schule zudem einen Schulbericht.

Darf ich den Schüler:innenbogen und den Sonderpädagogischen Förderbogen an die Klinikschule schicken?

Ja, dies erlaubt § 64 „Datenverarbeitung und Auskunftsrechte“ des Schulgesetzes für das Land Berlin. Wir bitten Sie jedoch ausdrücklich, sich erst telefonisch an die Klassenlehrkraft der Klinikschule zu wenden.

Wie ist der Ablauf der schulischen Reintegration?

Oft erfolgt die Reintegration schrittweise am Ende des Klinikaufenthaltes. Die Lehrkräfte der Klinikschule informieren Sie darüber. Mit Ihnen können Sie auch bestimmte Zeiten und Fächer abstimmen. Bitte geben Sie uns unbedingt eine Rückmeldung über den Verlauf. In dieser Zeit sind die Schüler:innen wie bei jedem Schulbesuch versichert.

Darf in der schulischen Reintegrationsphase eine Klassenarbeit mitgeschrieben werden?

Eine Klassenarbeit darf mitgeschrieben werden, wenn ausreichend Vorbereitungszeit vorhanden war und keine Benachteiligung gegenüber den Mitschüler:innen besteht.

 für Eltern

Kann ich mein Kind direkt bei Ihnen in der Klinikschule anmelden?

Nein, das ist nicht möglich. Die Anmeldung erfolgt über die Klinik.

Gibt es bei Ihnen in der Klinikschule Elternberatung?

Hauptsächlich findet diese durch die Klinik statt. Wir kommen auf Anfrage zu einem Gespräche mit den Therapeut:innen hinzu und beraten Sie zu schulischen Fragen.

Warum nehmen Sie Kontakt zur Stammschule meines Kindes auf?

Die Schule ist neben der Familie der wichtigste Lebensbereich der Kinder und Jugendlichen. Sehr oft haben Erkrankungen Auswirkungen auf das Lernen, Freundschaften und das sozialen Miteinander. Im Zusammenhang mit der Erkrankung muss von uns das Lernen und Lernverhalten in der sozialen Gruppe der Stammschule erfragt werden, ebenso informieren wir uns über die aktuellen Unterrichtsinhalte in den Kernfächern, um sie, wenn möglich, fortzusetzen.

Welche Informationen geben die Lehrer:innen der Klinikschule an die Stammschule weiter?

Die Lehrkräfte der Klinikschule informieren die Stammschule über das Leistungs- und Sozialverhalten in der Klinikschule. Medizinische Inhalte und Diagnosen werden nicht weitergeben.

Welche Schulmaterialien/ Schulbücher soll mein Kind mitbringen?

Eine Federtasche und die aktuellen Hefte/Hefter, Bücher und Arbeitshefte.